Atme sanft durch die Nase ein und zähle innerlich bis vier. Halte den Atem, ohne Druck, bis sieben. Atme hörbar, weich, durch leicht geöffnete Lippen bis acht aus. Beginne rund mit drei bis fünf Zyklen, achte auf Komfort, nicht Strenge. Spüre, wie die längere Ausatmung Gedanken unterm Tisch hervorzieht und im Licht auflöst. Wenn Schwindel droht, verkürze die Zahlen, bewahre Gelassenheit. Der Nutzen entsteht aus Wiederholung, nicht aus heroischer Intensität oder perfektem Zählen.
Stelle dir ein Quadrat vor: vier zählen ein, vier halten, vier aus, vier halten. Jede Seite gleich lang, jede Ecke eine kleine Zäsur. Dieser gleichförmige Puls ordnet, wenn der Tag chaotisch war. Schultern sinken, Stirn glättet sich, und Gedanken fügen sich dem klaren Raster. Beginne mit zwei bis drei Minuten, übe weiches Halten, niemals Pressen. Mit der Zeit entsteht ein vertrauter Rahmen, der dein System zuverlässig in Ruhe begleitet.